Lohnt sich der Umstieg auf die E-Zigarette?Kaum ein Thema wird so heiß diskutiert, wie die Gesundheitsfrage rund um die E-Zigarette und das Tabakrauchen. Aktuelle Hochrechnungen aus den USA bringen überraschende Tatsachen ans Tageslicht. Finden diese Studien endlich eine Antwort auf die umstrittene Frage der Gesundheitsgefährdung?

US Forscher möchten herausgefunden haben, dass zumindest der Umstieg vom Tabakrauchen auf die elektronische Zigarette das Gesundheitsrisiko erheblich herabsetzt. In der Fachzeitschrift „Tobacco Control“ ist von zwei unterschiedlichen Szenarien die Rede, in denen bis zu 6,6 Millionen Todesfälle verhindert werden.

In diesen Untersuchungen prallen zwei verschiedene Welten aufeinander:

  • Die Befürworter: Sie sehen in der E-Zigarette eine Lösung für die gesundheitlichen Schäden durch den Tabakkonsum.
  • Die Kritiker: Sie verweisen auf den Aspekt, dass bisher kaum etwas über die Langzeitfolgen des Dampfens bekannt ist. In diesem Zusammenhang stehen besonders die Aromastoffe in der Kritik.

Was haben die US Forscher herausgefunden?

Grundlage für die US Hochrechnungen waren drei Gruppen: die Raucher, die Nichtraucher und die ehemaligen Raucher. Ausgehend von dem Tabakkonsum greifen in den USA 19,3 % Männer und 14,1 % Frauen auf Tabak zurück. In der Folge des Konsums von Tabak sterben 26 Millionen Raucher. Werden nun aus Tabakrauchern E-Zigaretten-Raucher, blieben ausgehend von einer Initiative der Politik und der Gesellschaft vermutlich nur noch 5 % an Tabakrauchern. Demgegenüber steht ein pessimistisches Szenario, das von ca. 10 % Tabakrauchern als Restsumme ausgeht.

Zuversichtliche Hochrechnungen gehen davon aus, dass 6,6 Millionen Todesfälle entfallen und unendliche Lebensjahre gewonnen werden. Geht der Blick selbst auf die pessimistische Prognose, würde der Umstieg auf das Dampfen immer noch 1,6 Millionen Menschen vor einem frühzeitigen Tod retten. Nicht zu vernachlässigen ist das sinkende Risiko durch ein fehlendes Passivrauchen für Menschen in der Umgebung von Rauchern.

Die Gefahren durch Rauchen nicht unterschätzen

Seit dem 1. April 2016 ist der Verkauf von E-Zigaretten und E-Shishas an Jugendliche verboten. Das Familienministerium möchte auf diese Weise die jugendliche Bevölkerung der Nichtraucher vor den (möglicherweise) schädlichen Stoffen schützen.

Deutschlandweit gehen 90 % aller Lungenkrebsfälle auf das Rauchen zurück. Dabei ist eine mögliche Gefahr der Teer, der sich auf die Lunge legt und gefährliche Krankheiten nach sich zieht. So gehören ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle, Bluthochdruck und Herzkrankheiten sowie Bronchitis zu den geläufigen Nebenwirkungen, die sich nach jahrelangem Rauchen einstellen. Männer sollen über den Tabakkonsum 9 Lebensjahre einbüßen und Frauen wiederum 7.

Ein Fazit – zwei Wahrheiten

Eines dürfte aus diesen Hochrechnungen deutlich werden: Der Umstieg vom Tabakrauchen auf das Dampfen kann sich erheblich positiv auf die Lebenserwartung auswirken. Menschen, die über viele Jahre hinweg Tabak konsumieren, finden in der elektronischen Zigarette eine Alternative, die Ihnen kostbare Lebenszeit schenken kann.

Vorsicht ist geboten bei der Zielgruppe, die über die E-Zigarette überhaupt in Berührung mit dem Dampfen kommt. Bis zum heutigen Tag gibt es keinerlei Langzeitstudien, wie sich die enthaltenen Aromastoffe auf die Gesundheit auswirken. Das mag neben dem Jugendschutz auch ein Grund sein, warum es unzulässig ist, die Zigaretten an Jugendliche zu verkaufen.

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